UX ist kein Design: Nutzerzentrierung als Strategie im Produkt-Team
05.05, 18:00–19:00 (Europe/Berlin), Saal Rotterdam
Sprache: Deutsch

UX wird oft mit Oberflächen und Designs gleichgesetzt – dabei liegt der größte Mehrwert ganz woanders. Dieser Beitrag zeigt, wie UX-Methoden im Produktteam eingesetzt werden, um bessere Entscheidungen zu treffen: früh, gemeinsam und auf Basis echten Nutzer Feedbacks.
Die Präsentation gibt einen Einblick, wann welche UX-Methoden in der Produktentwicklung sinnvoll sind und wie sie Produkt-, Architektur- und Entwicklung Entscheidungen unterstützen. Es wird gezeigt, wie Nutzerzentrierung aus dem Produktmanagement heraus gesteuert und gemeinsam in crossfunktionalen Teams umgesetzt wird. Dabei werden die Ziele verfolgt: technische Risiken zu reduzieren, Barrierefreiheit mitzudenken und zu stabilisieren sowie wartbare Software zu entwickeln.


Nutzerzentrierte Produktentwicklung gelingt nur dann nachhaltig, wenn UX nicht isoliert arbeitet, sondern als integraler Bestandteil des Produkt-Teams verstanden wird. Diese Präsentation zeigt praxisnah, wie UX-Methoden entlang der gesamten Produktentwicklung eingesetzt werden können – von der Problemdefinition über Recherche und Konzeption bis hin zu Validierung und Iteration.
Anhand einer exemplarischen Produktentwicklung werden Methoden wie Nutzer Interviews, Personas, User Journeys, Prototyping und Usability-Tests konkret verortet und ihrem jeweiligen Zweck zugeordnet. Dabei wird deutlich, wie UX-Methoden mit wenig Zeit und in kleinen Teams umgesetzt werden können, welche Aktivitäten sich sinnvoll gemeinsam im Projektteam durchführen lassen und wie UX echten Mehrwert liefert, ohne den Entwicklungsprozess ausbremsen.
Ein zentraler Aspekt ist die Rolle von UX-Methoden als Unterstützung für Produkt-, Architektur- und Entwicklung Entscheidungen. Der Talk zeigt, wie Erkenntnisse aus Research und Tests dabei helfen, Annahmen früh zu überprüfen, technische Optionen besser zu bewerten und Fehlentwicklungen frühzeitig zu vermeiden. UX-Methoden und Usability-Tests werden dabei nicht als zusätzlicher Prozessschritt verstanden, sondern als Entscheidungsgrundlage für Priorisierung, Architektur und Implementierung.
Durch gezielte Tests und kontinuierliche Feedback-Schleifen entsteht eine benutzerfreundliche und barrierefreie Software, die sowohl technische Rahmenbedingungen als auch kundenspezifische Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie das Produktmanagement klare Leitplanken für nutzerzentrierte Entscheidungen setzt und wie Entwickler:innen aktiv in diesen Prozess eingebunden werden.

Senior UX Engineer im Produktmanagement mit einem Masterabschluss in Medieninformatik. Sie verankert den User-Centered-Design-Prozess strategisch und praxisnah im Produktmanagement und gestaltet nutzerzentrierte Produktlebenszyklen – von UX und Usability bis hin zu Barrierefreiheit.

Darüber hinaus ist sie Referentin der Mensch und Computer (MuC) im Berufsverband der German UPA, Mitgründerin des UX Dresden Netzwerks sowie Mentorin bei Silicon Saxony.